...herrlich ist dies Stückchen Erde, und ich bin ja dort daheim!


Willkommen!

"Wunder sind immer und überall; es fehlen meistens nur die Augen, sie zu sehen. Wenn dies Buch dazu beiträgt, daß junge und erwachsene Menschen lernen, die Wunder zu schauen, welche die deutsche Heimat ihnen in so reichem Maße offenbart, so hat es seinen Zweck erfüllt." (Karl Friedrich Schmid, 1928)

 

Mit diesen Worten möchte ich den Besucher dieser Netzseite auf's herzlichste begrüßen!

 

Deutschland hatte nicht immer das gleiche Gesicht wie heute, nicht immer diesen gleichmäßigen Wechsel der Jahreszeiten, nicht immer die glückliche Vereinigung von Hochgebirgs-, Mittelgebirgs- und Ebenenlandschaft. Auf seinem Antlitz sind die Spuren jahrmillionenalten Weltgeschehens eingeprägt. Und dann kam die geschichtliche Zeit, die Gestaltung der Landschaft und ihres Lebens von heute, ihre Bezwingung und fortschreitende Unterwerfung durch die Kultur, durch die überragende Bedeutung des Menschen.

Zu allen Zeiten stand das Zusammenleben der Menschen unter zwei ehernen Gesetzen. Das ist das erste Gesetz: Die großen Entscheidungen der Geschichte fallen an der geistigen Front. Der Mensch dient sich selbst, wenn er die geistigen Güter zu Trägern seiner gewachsenen Ordnung macht. Alle Arbeit für die Werte der Kultur, der Heimat und des Volkstums ist der Ausdruck unserer Ehrfurcht vor der Vergangenheit, unseres Wollens in der Gegenwart und unserer Bejahung der Zukunft. Das zweite Gesetzt ist aber: Die Wirksamkeit der geistigen Güter setzt echte Gemeinschaft voraus. Die echte Gemeinschaft ist das Zusammenfinden der Menschen um tragende Werte des Lebens, wie es Religion, Kultur, Familie, Heimat und Volkstum sind. Der Arbeit für die Gemeinschaft möchte ich mit dieser Netzseite eine helfende Hand reichen.

Wir haben eine Heimat und ein Volk! Beide haben ihre ernsten Gedenktage. Wir können daran vorbeisehen, weil wir uns selbst genug sind. Der Mensch in der Verantwortung aber wird sich zu diesen Tagen bekennen und ihnen ein würdiges Gepräge geben. Wir wollen z.B. nicht vergessen, daß der "Tag der Heimat" uns verbindet mit den deutschen Brüdern und Schwestern, die 1945 ihre Heimat im Osten verloren. Unserer Heimat und der verlorenen deutschen Heimat im Osten sind wir es schuldig, diesen Tag in einer ernsten Feier aus der Reihe der Tage hervorzuheben. Die Lebendigkeit und die innere Stärke des Heimatbewusstseins ist unsere ureigene Sache. Das Schicksal unseres Volkes berührt unmittelbar unser eigenes Leben. Wir können dem Volke gegenüber die Blinden spielen, wir können uns aber nicht von ihm lösen.

 

Um meinem Vorwort hier einen würdigen Abschluss zu verleihen, möchte ich mit dem Vorwort eines "Heimatbogens des staatlichen Schulamts Haßfurt" enden, um noch einmal den Besucher dieser Netzseite den Wert der eigenen Heimat in die Seele zu rufen:

 

"Als Heimatpfleger Paul Hinz infolge eines Unfalls 1964 gezwungen war, im Kreiskrankenhaus Haßfurt zu weilen, als seine Blicke sehnsuchtsvoll aus den großen Fenstern zu den Waldbergen am Horizont nach Süden schweiften, schrieb er (...) [eine] Plauderei. Er widmete sie allen, denen vielleicht Spaniens Costa Brava und Italiens Riviera bekannter sind als Namen, Geschichten und Sagen der heimischen Gefilde, allen, denen "Heimat" nicht nur leeres Wort und mitleidiges Lächeln, sondern Ahnen und Wissen um Vergangenes, um Verwobenheiten mit Natur und Landschaft bedeutet, besonders der Schuljugend. - - -

Heimatbogen vermitteln Kenntnisse über Brauchtum und Geschichte, Natur und Landschaft nur eines winzig kleinen Stückchens der Erdoberfläche. Jedoch dadurch, daß dieser kleine Raum Menschen zur Heimat wird, kommt ihm große Bedeutung zu. Gerade heute muß unseren standortgebundenen Schulen zur Aufgabe gestellt werden, über die heimatlichen Erkenntnisse zum liebenden Verständnis der Heimat zu erziehen. Es ist mein Wunsch, daß die Erreichung dieses Zieles durch die Herausgabe und Verwertung der "Heimatbogen..." weitgehend gefördert wird im Interesse der Heimatbildung unserer Schüler und darüber hinaus der Bevölkerung..."

Werter Besucher, so laße dir diese Netzseite ein "Heimatbogen" sein!

 

Winter Michael